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Rückentag 2018: Bloß nicht resignieren! Mein Tipp: Zurück zu den Wurzeln!

Das Frühjahr kommt, endlich! Aber mit dem Anstieg der Temperaturen wächst auch wieder wie jedes Jahr die Häufigkeit der Rückenschmerzen.

Träge und kraftlos quält man sich vom Sofa, hat den Kopf voller Pläne, was an Haus und Garten verändert, repariert und neu gestaltet werden muss, holt sich die ersten Pflanzen oder Gehwegplatten aus dem Baumarkt, setzt den Spaten an und… dann haut einem die „Hexe“ in den Rücken.
Nach dem Anstieg der Rückenschmerzen im März findet sich im April dann ein Aufschwung der Bandscheibenvorfälle in den orthopädischen Praxen. Nicht zufällig feiern wir am 15.3. rechtzeitig zur Saisoneröffnung den „Tag des Rückens“. An diesem Tag können Sie in den Zeitungen die neusten Statistiken über Deutschlands Gesundheitsproblem Nr. 1 lesen, zumindest gemessen an den Krankheitstagen, die durch dieses scheinbar nicht beherrschbare Phänomen ausgelöst werden: 55- 75% der Erwachsenenbevölkerung sind im Laufe eines Jahres betroffen, 12- 35% aller Bewohner dieses Landes haben an einem beliebigen Tag im Jahr zeitgleich Rückenschmerzen. Auch wenn man nicht jeder Statistik glauben mag, ist es schon ein Hammer, wenn jeder 3. Mensch, dem Sie im Laufe eines Tages die Hand geben, gerade Schmerzen in der Wirbelsäule hat.
Doch ich will Sie nicht mit Statistiken nerven. Wer betroffen ist, den interessieren keine Zahlen, der will Lösungen.
Um nicht nur das akute Geschehen zu bewältigen sondern auch den nächsten Schlag ins Gebälk zu verhindern, ist eine Analyse der Ursachen des Problems unerlässlich. Es fehlt die Kraft in den Muskeln, die die Wirbelsäule stabilisieren. Das ist nichts neues, muss aber an dieser Stelle gesagt werden. Dabei geht es nicht nur um die Kraft der Muskeln, welche die Wirbelsäule bewegen. Es geht auch um die Kraft, die gebraucht wird, um den Rücken bei Belastung zu stabilisieren, d.h. die Wirbel in richtiger Position zu halten, wenn die Wirbelsäule Gewicht aushalten muss = die statische Muskulatur. Als Belastung zählt auch das eigene Körpergewicht, welches aus der Körperachse heraus nach vorn geneigt am Rücken zerrt.

Denkt man über ein Rückentraining nach, sollte die Steuerung der beteiligten Muskulatur, die neuromuskuläre Koordination, nicht vergessen werden. Was nützt mir eine optimal auftrainierte Streckermuskulatur, wenn nicht im entscheidenden Moment die richtigen Muskelanteile aktiviert werden? Dafür ist in der Tat ein funktionelles Training, d.h. ein Üben von Bewegungsabläufen, wie sie im Alltag vorkommen, wirkungsvoller als Gerätetraining, das „nur“ Kraftzuwachs auslöst. Es lohnt sich also, bei Beschwerden ein gezieltes Training zu beginnen und dabei auch fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit ein vermeidbares Leiden sich nicht wiederholt. Eigentlich kann so eine komplexe Maschine wie ein Rücken 80 Jahre verschleißfrei alt werden, wenn ein wenig „Pflege“ aufgewendet wird. Wenn man sich nun fragt, wie viel Zeit und Aufwand eingesetzt werden müssen, um einen Rücken stark und belastungsfähig zu machen, erhält man je nach Geschäftsmodell unterschiedliche Antworten. Fakt ist und bleibt aber, dass ein leistungsfähiger Muskel wenigstens alle 2 Tage einen Trainingsimpuls von 1 Minute erhalten sollte. 2x pro Woche Training ist zwar gut gemeint, aber ob sich ein Erfolg einstellt, ist nicht sicher. Die mit Abstand häufigste Bestätigung ihrer Wirksamkeit haben wir in den 23 Jahren unseres Bestehens als Reha- Zentrum von unseren Patienten und Gästen von der „Zahnputzübung“ erhalten. Damit ist sie, die uns bekannt gemacht hat, nach wie vor die Top- Übung, wenn es darum geht, einen Rücken schmerzfrei zu machen und zu erhalten:
Keiner mag gern „Zähne putzen“, jedenfalls freut man sich nicht im Laufe eines Tages auf den Zeitpunkt, an dem man endlich abends wieder vor dem Waschbecken stehen darf. In diesen 2 Minuten, die der Zahnarzt empfiehlt, kann man zwar Musik hören, viel mehr aber nicht. Jetzt trainieren, wäre auch für einen Sportmuffel akzeptabel:
Zahnbürste in die Hand und Skiabfahrtshocke einnehmen. Leichte Kniebeuge, Oberkörper über das Waschbecken, Rücken gestreckt und Gewicht auf den Fersen. Dann leichtes Wippen in den Knien. Zähne putzen 2 Minuten und dabei die wippende Haltung bewahren. Stärkt die Oberschenkelstrecker zur Stabilisation der Knie und die statischen Rückenstrecker. Aber die Übung gibt auch die entscheidenden Impulse an unser Unterbewusstsein, wie eine gestreckte Haltung im Alltag bewahrt werden kann. Probieren Sie es aus, nicht nur heute, und verbinden Sie das Nützliche mit dem Sinnvollen. Einige unserer Probanden haben sogar bestätigt, dass man nach den 2 Minuten besser schlafen kann, weil die Muskulatur hinterher tiefer entspannt. Der Trainingserfolg kommt nach ca. 2 Wochen. Wer keinen Erfolg hat, darf sich gern bei mir melden.
Auf geht´s, bloß nicht resignieren!

Bleiben Sie gesund

Ihr Axel Armbrecht